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10 Tipps für beeindruckende Porträtfotografie

10 Tipps für beeindruckende Porträtfotografie

Natürlich ist es immer gut Porträtfotos zu schießen, die in gewisser Weise die Standardregeln der Porträtfotografie treffen. Sieht man sich aber auf Flickr oder ähnlichen Seiten um, wird man schnell merken, dass einem genau die Fotos im Kopf bleiben, die mit eben diesen Regeln brechen.

Wir möchten euch im folgenden Artikel einmal Möglichkeiten aufzeigen, wie man besonders beeindruckende Porträtfotos schießen kann, indem man althergebrachte Regeln bricht oder etwas weiter auslegt.

Beeindruckende Porträtfotos machen

1. Wechsle die Perspektive

Die meisten Porträtfotos werden mit der Kamera ungefähr auf Augenhöhe geschossen. Natürlich macht man damit nichts falsch und kann auch aus dieser Perspektive gute Porträtfotos machen, dennoch lohnt es sich einmal ungewohnte Perspektive zu nutzen, um einen richtigen Wow-Effekt zu kreieren.

Man könnte also z.B. mit der Kamera entweder so hoch wie möglich  gehen und von oben herab fotografieren oder beispielsweise so dicht wie möglich vom Boden aus das gewünschte Porträtobjekt fotografieren, also von unten nach oben.

2. Spiele mit der Blickrichtung des Objekts

Es ist erstaunlich, wie sehr die Blickrichtung des Objekts Einfluss auf die Wirkung eines Porträtfotos haben kann. In den meisten Porträtfotos  blickt die Person direkt in die Linse. Das kann natürlich auf eine gewissen Art und Weise eine  Bindung zwischen den Betrachtern des Fotos und der Person schaffen, allerdings gibt es noch ein Menge mehr Möglichkeiten mit der Blickrichtung des Portätobjekts zu spielen.

a) In die Ferne blicken

Diese Einstellung hat bei vielen schon einen sehr kitischigen Beigeschmack, dennoch kann man dadurch, wenn gut gemacht, beim Betrachter des Porträtfotos eine Art Fazination ausüben. Diese Fazination hängt eng mit der Mimik der Person auf dem Foto zusammen, z.B: Wo guckt die Person nur hin? Was verbirgt sie dort neben der Kamera? Warum lächelt die Person, etc.

Man muss allerdings aufpassen, dass man den Betrachter, durch die unbeteiligt wirkende Person auf dem Porträtfoto, nicht zu sehr auf anderen Sachen fokussiert und somit das eigentliche Objekt des Fotos zum Hintergrund wird.

b) Blick bleibt innerhalb des Frames

Eine weitere Möglichkeit ist es, den Blick nicht mysteriös aus dem Frame schweifen zu lassen, sondern ihn innerhalb des Fotos auf etwas richten zu lassen. Beispielweise, könnte ein Kind auf einen Ball oder eine Mutter auf ihr Kind blicken. Wenn man diese Form der Blickrichtung nutzt, schafft man einen zweiten „point of interest“ und eine Beziehung von Objekt 1 zu Objekt 2.  Das kann helfen, wenn man mit dem Porträt auch eine Art Geschichte erzählen möchte.

3. Brich die Regeln der Komposition

Die Regeln der Komposition verbinden viele mit einer Art Art Hass-Liebe. Einerseits ist es sehr wichtig sie zu kennen, um sie anwenden zu können. Auf der anderen Seite kann man sie jedoch auch brechen, um aufmerksamkeitsstarke Porträtfotos zu schießen.

Die Drittel-Regel, oder auch als goldener Schnitt bekannt, ist so eine. Bei der Drittel-Regel wird das Bild gedanklich in neun Teile geteilt. Zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien, so dass es 6 gleichgroße Quadrate gibt. Das zu fotografierende Motiv wird an einem der vier Schnittpunkte angelegt, man kann es aber auch längs einer Linie platzieren. Nähere Infos zum goldenen Schnitt findet ihr in unserem Urlaubsbilder-Artikel.

Dennoch: Wenn man diese Regel in seiner Porträtfotografie bricht und sein Obejekt entweder genau in der Mitte oder halt ganz am Rand platziert, kann man manchmal erstaunlich eindrucksvolle  Bilder schießen.

Ein andere Regel, die wir schon erwähnt hatten, nämlich die, seinem Portät einen Raum zu geben, in den die Person blickt, kann sicherlich zu guten Ergebnissen führen – Doch Regeln sind da, um sie zu brechen.

4. Experementiere mit dem Licht

Eine andere Stellschraube, an der man als Porträtfotograf beim Schießen von Porträtfotos drehen kannst, ist das Licht. Es gibt fast unendlich viele Möglichkeiten, wie das Licht auf ein Motiv fallen kann.

Seitenlicht kann Atmosphäre schaffen, aber auch Hintergrundbeleuchtung und das Silhouettieren des Portätobjektes kann unter Umständen sehr eindrucksvoll wirken.

Der sogenannte Sync Flash kann auch ansehnliche Effekte erzielen.

5.  Raus aus der Komfort-Zone

Es wird langweilig, Porträts immer in den gleichen Posen und Situationen zu schießen. Der Geschäftsmann grübelnd an seinem Schreibtisch, den Kugelschreiber in der Hand, etc. Das kann natürlich je nach Umstand absolut ok und genau das Richtige sein, eins wird die Person damit jedoch nicht: Aus anderen Porträts von Geschäftsleuten hervorstechen.

Wieso kann ein Geschäftsmann nicht mal in die Luft springen, einen Handstand machen oder sonstiges. Wenn man die  Person aus der üblichen Umgebung holt und Erwartungshaltung beim Zuschauer bricht, kann man auf dem Porträt wirklich Eindruck schinden.

6.  Versuche die Person natürlich wirken zu lassen

Gestellte Fotos können manchmal genau so wirken – gestellt. Viele Menschen zeigen aber gerade in gestellten Fotos nicht ihr eigentliches Potential und wirken verkrampft. In diesem Fall sollten man versuchen, die Person in ein möglichst natürlich wirkendes Umfeld zu bringen und ihr eine möglichst natürliche Miene auf das Gesicht zaubern.

Das gelingt, wenn man die Person bei der Arbeit, beim Spielen mit den Kindern oder irgendetwas, das ihr Spass macht, fotografiert. Das wirkt entspannend und schafft oft atemberaubend schöne Momente, die tausend mal mal mehr Wirkung haben als jedes gestellte Porträtfoto. Oftmals muss man hier mit einem größeren Zoom bzw. Objekt arbeiten, damit sich die Person freier und nicht beobachtet fühlt.

7. Füge ein zweites Objekt ins Porträt hinzu

Die Gefahr, den Fokus des Betrachters durch das Hinzufügen eines  anderen  interessanten Objektes  fehlzulenken, besteht. Dennoch kann eine solche Technik auch sehr viel aus Porträtfotos herausholen. Die Objekte könnten z.B. das Gesicht, das Lächeln oder die Augenfarbe der Person unterstützen, oder mit der Geometrie des Bildes spielen.  Das Bild und die Person gewinnen dadurch an Ausstrahlung und erzählen vielleicht sogar eine Geschichte.

8.  Konzentriere dich nur auf einen Körperteil

Entweder man nutzt eine Linse mit einer großen Brennweite oder man geht einfach sehr nah ran, um nur einen bestimmten Teil seines Porträtmotives zu fotografieren.  Die Hände, Augen, der Mund oder sogar nur der Körper der Person, ohne Kopf, kann beim Betrachter eine stärkere Wirkung haben, als lediglich ein langweiliges Porträtfoto vom Gesicht.

Manchmal drückt das, was man auf dem Foto nicht sieht,  mehr aus, als das, was zu sehen ist

9. Teile verdecken

Um einen ähnlichen Effekt wie in 8. zu kreieren, ist es auch möglich, Teile des Gesichts abzudecken. Dies kann man mit Kleidung oder ggf. Gegenständen tun, mit der passenden (Nicht-)Beleuchtung oder nachträglich mit einem Bildbearbeitungsprogramm. Dies schafft eine geheimnisvolle Atmosphäre, die den Betrachter des Porträtfotos in den Bann ziehen kann.

So kann man außerdem den Fokus des Betrachters auf die Stellen lenken, auf die sie auch die Person auf dem Porträt gerne gelenkt haben möchte.

10. Schieße eine Foto-Serie

Schaltet eure Kamera auf „Burst-Modus“ oder ähnliches, so dass sie beim Auslösen mehrfach Fotos in kurzer Zeit hintereinander macht.

Mit Hilfe dieser Technik entsteht eine Serie von Porträtfotos. Manchmal ist das aufregender als nur ein einzelnes Foto zu zeigen. Diese Porträtfotografie-Technik entfaltet ihre Wirkung gut bei vielen bewegten Fotomotiven, insbesondere bei Kindern, die sich gerne und viel bewegen.

Hoffentlich haben euch die Tipps für die eindrucksvolle Porträtfotografie gefallen. Falls Ihr für die Nachbearbeitung eurer Schnappschüsse ein allumfassendes Bildbearbeitungsprogramm sucht, probiert die 30-tägige Gratisversion des MAGIX Foto & Grafik Designers aus!  Wenn ihr weitere Tipps habt, würde ich diese gerne mit euch in den Kommentaren diskutieren. Wenn ihr Tipps für die Nachbearbeitung in einem Fotobearbeitungsprogramm habt, würden wir uns sehr über eure Kommentare freuen!

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