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Update: Video Pro X: Professionelles Grading dank Lookup-Tables und Deep Color

Update: Video Pro X: Professionelles Grading dank Lookup-Tables und Deep Color

Nach der Umstellung auf 16-Bit-Deep-Color war es erstmals möglich, hochauflösendes Material direkt zu importieren und ohne Qualitätsverlust wieder auszugeben. In der neuesten Version von Video Pro X wurde nun die Umstellung des internen Color Grading Workflows für Deep Color komplettiert. Dadurch habt ihr nun die volle Kontrolle über das Farbraumhandling während der Bearbeitung euer Videos.
Neu hinzugekommen sind die Lookup-Tabellen (LUT). Diese sind im Prinzip vorgefertigte Color Grading-Presets. Durch diese könnt ihr nun eure Flat-Aufnahmen an die Lookup-Tabellen von diversen Kameraherstellern angleichen oder auch selber cineastische Effekt-LUTS generieren und einbinden. Das Ergebnis? Ein einheitlicher und individueller Filmlook, der in der Nachbearbeitung jedes gewünschte Aussehen annehmen kann.
Übrigens: Lookup-Tabellen können kostenlos auch von anderen Filmproduzenten aus dem Internet geladen.

Durch die Unterstützung der neuen Tabellen haben wir zudem die interne Effektberechnung optimiert, was zu einer merkbaren Performanceverbesserung geführt hat. Dies lässt sich auf die Bearbeitung mit LUTs zurückführen, da dieser Workflow den Rechenaufwand für CPU/GPU deutlich reduziert hat.

LUT

Die farbliche Tiefe wird mit der Anzahl der darstellbaren Farbnuancen festgelegt. Die Zahl der Abstufungen wird im digitalen Bereich in Bit gemessen und benennt die Farbtiefe eines Bildes. Je mehr Abstufungen bzw. Bits vorhanden sind, umso mehr Helligkeitsstufen können dargestellt werden. Eine Erhöhung der Bit-Tiefe reduziert also dementsprechend die Treppeneffekte zwischen den Farbverläufen.
8-Bit-Verarbeitung ist aktuell der allgemeine Standard im Videoschnitt und bei DVDs, Blu-rays sowie den meisten Fernsehern bzw. Monitoren. Alles was darüber hinausgeht, war bis vor kurzem aufgrund von technischen Einschränkungen wie fehlenden Kameras und den dazugehörigen Abspielgeräten für den Heim-und semiprofessionellen Bereich kaum umsetzbar.

Die neue Deep Color Umstellung in Video Pro X erweitert nun die bisher übliche Farbtiefe in der internen Bearbeitung von 8-Bit auf 16-Bit je Farbkanal. Sie erreicht dadurch über eine Milliarde Farbabstufungen. Zum Vergleich: Das menschliche Auge kann zwischen 10 Millionen Farbabstufungen unterscheiden, während zwischen schwarz und weiß bis zu 256 Nuancen enthalten sein können.

Diese Neuerung ermöglicht im Bereich HD, Full-HD oder auch Ultra-HD eine einzigartige Qualität der Bilder in Form von einzigartiger Natürlichkeit und extrem hohen Kontrastwerten. Durch diese enorme Farbauflösung von Deep Color wird zudem wirkungsvoll das sogenannte Banding reduziert, was durch eine zu geringe Farbtiefe entsteht und sonst unterwünschte Kontraststufen in Farbverläufen einbringt.

 

Vergleich: Banding

Video Pro X:
Präzises Color Grading dank 16-Bit Deep Color

Wichtige Prozesse des internen Color Grading Workflows in Video Pro X wurden von 8- auf 16-Bit Deep Color umgestellt. Unser Ziel ist es, Schritt für Schritt alle internen Prozesse in 16-Bit umzustellen. Das Ganze erlaubt es euch, eure Videos in einem höheren und weitaus effektiveren Farbraum zu bearbeiten.
Besonders professionelle Formate wie HEVC profitieren während des gesamten Arbeitsverlaufes dank der Unterstützung hoher Farbtiefen von dieser Optimierung.

Auch in der Effektpalette von Video Pro X wird die Verarbeitung in der Engine umgestellt. Die interne Verarbeitung wird stets in dem höheren 16-Bit erfolgen. Dies hat zur Folge, dass viele der bekannten und beliebten Effekte, besonders in dunkleren Bereich des Bildes, nun wesentlich besser aussehen. Bereits jetzt werden Effekte wie TimeStretch, DoFlip, Saturation, Fade bzw. Crossfade unterstützt.

Der neue Patch bringt einige wesentliche Neuerungen in Form von detaillierteren Farbabstufungen und bietet euch deutlich mehr Spielraum bei Farbkorrekturen. Der Nutzer kann nun selbst sehen und entscheiden, in welcher Farbtiefe er seinen Film exportieren möchte.
Ihr könnt außerdem im Exportfenster zusätzlich zur Auflösung und der Bitrate einstellen, in welcher Farbtiefe das fertige Video ausgegeben werden soll.

HEVC_Export_DE

Das Resultat kann sich sehen lassen: Natürlichere und brillantere Bilder, ganz ohne störende Stufen im Farbverlauf. Dank des größeren 16-Bit Farbraums profitiert euer gesamtes Videomaterial von mehr Varianz in Licht- und Schattenbereichen sowie kontrastreicheren Farben.

Das Ganze mag jetzt ein wenig verwirrend klingen. Um euch die Thematik praktisch ein wenig näher zu bringen, wollen wir einige Anwendungsbeispiele geben.

Aktuell gilt: Farbtiefe des Quellmaterials = Farbtiefe des fertigen Films

8-Bit Material bearbeiten und 8-Bit Filme ausgeben
In dem folgenden Beispiel arbeiten wir mit 8-Bit Material und erhalten einen 8-Bit Film. Durch die Umstellung wird das Eingangsmaterial mit niedriger Farbtiefe im Programm in dem höheren 16-Bit Farbraum bearbeitet. Der Vorteil für den Nutzer ist hier eine qualitativ tadellose Verwertungskette, ihr erhaltet ein wesentlich besseres Ergebnis als in der reinen 8-Bit Bearbeitung.

10-Bit Material bearbeiten und 10-Bit Filme ausgeben
In dem folgenden Beispiel arbeiten wir mit 10-Bit Material und erhalten einen 10-Bit Film. Als User profitiert ihr hier enorm von der Umstellung. Wenn ihr euer 10-Bit Eingangsmaterial wie bisher gewohnt in ein 8-Bit System einlest und bearbeitet, lauft ihr Gefahr viele Informationen während des Bearbeitungsprozesses zu verlieren. Da die interne Verarbeitung nun statt in 8-Bit seit der Umstellung stets in 16-Bit erfolgt, müsst ihr definitiv nicht mehr mit zum Teil deutlichen Qualitätseinbußen beim Export rechnen, sondern bekommt ein feines und sauberes Bild.

Professionelle Codecs wie HEVC arbeiten mit hochauflösenden Formaten von bis zu 10-Bit. Hier profitiert ihr in einem hohen Maß von der Deep Color Umstellung, da der Profi-Workflow im Gesamten vom Import, über die Bearbeitung bis zum anpassbaren Export durch die Verarbeitung in 16-Bit unterstützt wird. Dies führt dazu, dass euer hochauflösendes Videomaterial aus modernen Kameras in einem äußerst hohen Farbraum wirkungsvoll verarbeitet wird, ohne dabei an Qualität zu verlieren.

Zusammenfassung: Seid ihr bereit für 16-Bit?

Durch die Umstellung auf 16-Bit gehen wir den ersten wichtigen Schritt, um allen ambitionierten und semi-professionellen Videocuttern die Möglichkeit zu bieten, im Bereich High Definition eine einzigartige Qualität von Bildern zu erreichen. 
Damit ihr effektiv mit Deep Color arbeiten könnt, gibt es einige Punkte die ihr für einen reibungslosen Workflow beachten solltet:  

  • Wenn ihr aktuellere Rechner besitzt und umfangreiche Bearbeitungen im Bild vornehmt, dann lohnt sich 16-Bit in jedem Fall
  • 16-Bit sieht nicht nur besser aus, sondern verbraucht auch mehr Rechenleistung
  • Bei Materialien die sich in Farbton und Sättigung sehr ähneln profitiert ihr noch mehr von der zusätzlichen Farbtiefe
  • Um den tonalen Farbumfang von Deep Color richtig darstellen zu können, sollte alles aufeinander abgestimmt sein: Von der Quelle, über das Verbindungskabel bis hin zum Anzeigegerät sollte alles 16-Bit Deep Color unterstützen!

deep color funktion

Deep Color im neuen Video Pro X Update

Erstmalig wurden wichtige Prozesse des internen Color Grading Workflows von 8- auf 16-Bit Deep Color umgestellt. Die 16-Bit Deep Color Verarbeitung ermöglicht detailliertere Farbabstufungen und bietet euch dadurch deutlich mehr Spielraum bei Farbkorrekturen.

Falls ihr euch einen eigenen Eindruck von der performanten Videosoftware machen wollt, dann ladet doch einfach die Testversion herunter und probiert es aus! Das  Update mit dem Deep Color Grading und den Lookup-Tabellen ist seit dem 08.Mai 2017 für Video Pro X verfügbar.

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