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5 Tipps für Dokumentarfilme

5 Tipps für Dokumentarfilme

Ihr wollt die Menschen um euch herum auf etwas aufmerksam machen? Ihr wolltet schon immer eine Dokumentation drehen, wusstet aber bisher nicht wie? Dieses Problem nehmen wir heute in Angriff und möchten 5 Tipps zur Erstellung eines Dokumentarfilms geben. Bitte lasst euch von einigen Tipps nicht verwirren, auch wenn es den Anschein hat, dass sie auf auch Spielfilme zutreffen. Im Laufe der Zeit haben sich einfach die Methoden verändert, um Dokumentarfilme ansprechender für den Zuschauer zu gestalten.

#1 Ausgiebige Recherche

Bevor der Dreh startet, muss sich mit der zu verfilmenden Idee ausgiebig befasst werden. Ihr seid diejenigen, die die Dokumentation planen und drehen. Das heißt, ihr solltet euch mit dem Thema auskennen. Neben der Internetrecherche und dem durchforsten der lokalen Bibliothek ist der beste Weg, um an Informationen zu gelangen, die Kontaktaufnahme mit Experten. Bei der bisherigen Recherche solltet ihr schon auf einige Namen gestoßen sein. Um die Übersicht zu behalten, ist das Anlegen einer Kontaktliste sehr empfehlenswert. Die gefundenen Kontakte können nicht nur hilfreich sein um euch mit (Insider-)Informationen zu versorgen, sondern stellen zeitgleich mögliche Interviewpartner dar. Auch eine Schauplatzsuche gehört zur Recherche. Wichtig dabei ist, nicht nur zu wissen, wo ihr filmen möchtet, sondern auch wo ihr drehen könnt. Eine offizielle Genehmigung zu beantragen, ist in den meisten Fällen notwendig – außer bespielsweise für den eigenen Garten (im Artikel von Julie gibt es mehr Informationen zu diesem Thema). Nach und nach bildet sich durch die erworbenen Informationen, den möglichen Schauplätzen und den kontaktierten Personen ein „roter Faden“ für eure Dokumentation.

#2 Erzähle eine Geschichte

Was jetzt kommt ist ungemein wichtig. Ihr müsst eine Geschichte kreieren, die mitreißt, fesselt und dem Zuschauer am Ende „etwas mit auf den Weg gibt“. Am „rote Faden“ haltet ihr weiterhin fest, aber um das Maximum aus der Dokumentation rauszuholen, bedarf es einen Handlungsbogen. Dieser besteht aus einem Anfang, der Mitte und dem Ende. Am Anfang wird das Thema und alle relevanten Personen vorgestellt. Im Mittelteil ringen die Charaktäre mit den bestehenden Problemen. Infolgedessen kommt es zu einem dramaturgischen Höhepunkt, welcher zeigt ob triumphiert wurde oder nicht. Im dritten Akt, dem Ende, wird dargestellt wie sehr sich der Charakter/die Charaktäre weiterentwickelt oder verändert hat/haben. Sobald die Geschichte steht, ist es hilfreich, so viele Details wie möglich in einem Drehbuch/Script festzuhalten. Wie man so etwas macht, könnt ihr am Ende des Artikels sehen. Trotzdem sollte nie vergessen werden, dass nicht alles durchgeplant werden kann. Spontane Situationen kommen immer mal wieder vor und dann sollte die Kamera auf jeden Fall weiterlaufen. Ein solcher Moment könnte den Film erst lebendig und authentisch machen.

#3 Die Drittelregel

Interviews sind das Fundament von Dokumentationen. Bei der Drittelregel geht es darum, den Interviewpartner im Bild richtig zu positionieren. Hierbei sollte die Aufnahme in 3 vertikale und horizontale „Kacheln“ geteilt werden. Viele Kameras haben diese Funktion integriert. Die Kamera muss so ausgerichtet werden, dass das Auge, welches näher zur Kamera ist, auf eine der Kreuzungen der oberen Linie liegt. Im Fall meines Beispielbildes ist dies nicht ganz der Fall, aber je weiter weg die interviewte Person ist, umso weniger schlimm ist es von der Kreuzung abzuweichen.

bild1

#4 Viel B-ROLL drehen

Wenn zum Beispiel das Interview das „A-Material“ ist, dann sind Szenen, die die Umgebung einfangen das B-Material. Dieses Material wird auch B-Roll genannt. Hiervon sollte soviel wie möglich aufgenommen werden, denn später beim Editing werden so Lücken aufgefüllt. B-Roll ist also der Leim der deinen Film zusammen hält. Dabei wird die Atmosphäre eingefangen und an den Zuschauer weitergegeben. Versucht, um B-Roll-Aufnahmen zu bekommen eine Weitwinkelaufnahme, ein Mediumshot und eine Nahaufnahme zu drehen. Dies darf beliebig oft wiederholt werden mit einem jeweils anderen Motiv.

#5 NAT Sound Breaks verwenden

NAT Sound sind die natürlichen Hintergrundgeräusche, die beim Drehen eingefangen werden. Wenn das B-Roll-Material mit leisem NAT Sound kombiniert wird, dann meist wenn keine Interviews oder Voiceovers stattfinden. Die damit entstandene „Pause“ (NAT Sound Break) hilft dem Zuschauer die Stimmung der Szene aufzunehmen und nachzuvollziehen.

Wenn ihr diese Tipps befolgt, steht eurem gelungenen Dokumentarfilm mit MAGIX Video deluxe nichts mehr im Wege. Wie ist euer Film geworden? Und was haben eure Zuschauer gesagt? Schreibt es uns in die Kommentare. Wir freuen uns auf eure Erlebnisse!

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