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Die 5 Todsünden eines Vlogs

Die 5 Todsünden eines Vlogs

Die meisten Vlogs des gesamten Internets befinden sich auf YouTube. Sie stellen eine ganz besondere Form des Informationsaustausches dar: Einen audiovisuellen Blogeintrag. Meist haben Vlogs nichts mit dem üblichen Themenumfang des Präsentierenden zu tun. Sie zeigen oft die private Seite und lassen Einblicke in den Alltag des Videomachers zu. Leider werden viele Vlogs aufgrund ihrer untergeordneten Rolle im Hinblick auf andere Videos auf dem Kanal des YouTubers vernachlässigt und schlecht produziert. Dadurch entstand auch die allgemeine Meinung, ein Vlog sei eine schnell aufgenommene, unbearbeitete Handkamerabotschaft. Ich bin der Ansicht, dass sich ein Videomacher mit jedem Video das er produziert, Mühe geben sollte. Als kleine Hilfestellung möchte ich hier fünf der größten Fehler eines Vlogs aufzählen – und zeigen, wie sie umgangen werden können.

5 Fehler & 5 Lösungen

Fehler #1: Schwafeln bis der Arzt kommt

Ihr solltet immer ein Auge auf die Länge der Videos haben. Achtet darauf, sie nicht länger als 5-10 Minuten dauern zu lassen. Je länger das Video, desto mehr nimmt die Aufmerksamkeit der Zuschauer ab. Am besten gebt ihr zu Beginn des Videos einen kurzen Themenüberblick. Die Taktik lautet Anködern! Natürlich sollen die Leute euch durch eure Vlogs näher kennenlernen. Wählt die Themen aber vorher sorgfältig aus und macht euch dabei nicht zu viel Stress. Ihr müsst nicht euren ganzen Lebenslauf herunterbeten – eine Faustregel lautet: Ein bis drei Themen pro Vlog. Das ist vollkommen ausreichend und ihr könnt auch weiterhin aus einem großen Pool von Möglichkeiten schöpfen.

Fehler #2: Keine Kreativität

Um ein Video aufzuhübschen, bedarf es nicht immer zwingend Spezialeffekten oder Farbkorrekturen. Vor allem zwei Bearbeitungstechniken machen kurze, hausgemachte Videos attraktiver: Schnitte und Blenden. Bei Vlogs ist besonders eine Art von Schnitten beliebt: der L Cut oder Jump Cut, auch gern in Verbindung mit einem Zoom. Durch das Anwenden dieser Technik wird das Video schneller und dynamischer. Außerdem macht die Nutzung des Jump Cuts das Video kürzer.

Video deluxe hat beispielsweise viele Blenden zur Auswahl. Mir gefällt dabei besonders die einfache Alpha magic Blende, welche perfekt zu Rückblenden passt. Damit wird das Erzählen vergangener Begebenheiten visuell noch besser aufgearbeitet.

Fehler #3: Kein Set Up oder das falsche Set Up

Immer wieder sehe ich unterbelichtete Videos. Dabei gibt es eine ganz einfache Lösung! Es gibt zum Beispiel Light Kits, Ringlichter oder LED Videoleuchten, die ihr entweder an eurem Drehort positionieren oder direkt an eure Videokamera oder DSLR-Kamera montieren könnt. Zu wenig Beleuchtung macht es den Zuschauern sehr schwer, dem ganzen Video zu folgen.

Stativ mit Kamera, Thema VlogÄrgert eure Zuschauer nicht mit verwackelten Videos. Oft werden zum Filmen Webkameras verwendet, die bereits am Monitor befestigt sind. Was ist jedoch mit Camcordern und Spiegelreflexkameras zu tun? Hier lautet die Antwort ganz klar: Ein Stativ zulegen. Ein solides Modell sprengt keinen finanziellen Rahmen. Es wird kein auf drei Meter ausfahrbares, bewegliches Stativ vonnöten sein. Denkt daran, was ihr mit euren Videos vor habt. Für gute Vlogs reicht ein Stativ für 15 Euro auf jeden Fall aus. Ich wünsche niemandem, sich über längere Zeit verwackelte Handkameravideos ansehen zu müssen. Gleiches gilt auch für den Videoton. Die meisten Aufnahmegeräte besitzen schon ein internes Mikrofon. Seid ihr mit dem Ton unzufrieden, könnt ihr entweder den Videoton nachbearbeiten oder euch ein externes Mikrofon zulegen, welches ihr dann mit der Kamera verbindet.

Fehler #4: Keine Perspektiven

Ein Vlog ist etwas persönliches. Am meisten werden die Kameraeinstellungen Medium Close-Up (Obere Körperhälfte vor Hintergrund) oder Close-Up (Kopf vor Hintergrund) verwendet. Ich habe schon erlebt, wie der halbe Kopf des Sprechers aus dem Bild verschwindet oder nur noch die Stirn zu sehen ist. Bei Nahaufnahmen ist es wichtig, sich entweder in der Mitte zu positionieren oder an die Drittelregel zu halten. Außerdem bietet es sich an, während des Vlogs verschiedene Perspektiven einzubinden – das macht euer Video lebhafter. Falls ihr euch nicht sicher seid, ob ihr euch gut positioniert habt, dreht einfach das Displays eures Aufnahmegerätes um. So könnt ihr euch am besten ausrichten. Sollte das nicht möglich sein, macht einfach eine Testaufnahme.

Fehler #5: Stagnieren und sich nicht verbessern

Es ist keine Schande, von anderen zu lernen! Bei Vlogs ist es wie mit allen Dingen im Leben, die ihr lernen möchtet: Schaut euch die Vlogger an, die euch gut gefallen und inspirieren. Schaut euch Techniken ab, fragt euch, was die Vlogs der jeweiligen Personen so gut machen. Und dann macht es noch besser! Achtet besonders auf die kleinen Dinge, wie zum Beispiel die Wortwahl oder wann die Musik einsetzt. Vielleicht möchtet ihr eure Vlogs nicht im Sitzen, sondern stehend aufnehmen? Vielleicht wollt ihr ein neues Intro schneiden? Oder euren Hintergrund verändern? Solang ihr selbst mit euren Videos zufrieden seid und abwechslungsreich bleibt, ist die Chance höher, dass auch andere Zuschauer daran Gefallen finden.

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