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Grundsätzliche Programm- und Projekteinstellungen

Grundsätzliche Programm- und Projekteinstellungen

Erst, wenn die Bedienung zur Selbstverständlichkeit wird, könnt ihr euch voll und ganz auf die Musik konzentrieren. Deshalb begleiten wir euch in diesem Tutorial von der Projektbenennung bis zur detaillierten Einstellung der wichtigsten Parameter.

Nachdem ihr Samplitude erfolgreich installiert haben, sollten folgende Programm- bzw. Projekteinstellungen vorgenommen werden, um danach umso effektiver und flüssiger in Samplitude-Projekten arbeiten zu können:

I. Projektordner erstellen

Noch bevor ihr das Programm öffnet, empfehlen wir, einen Samplitude-Projektordner auf einer Festplatte der Wahl zu erstellen.

1. Schritt: Haltet die Windows-Taste auf der Tastatur und drückt anschließend die Taste „E“, um den Windows Explorer zu öffnen.

Es öffnet sich eine Darstellung aller Festplatten und CD-/DVD-Laufwerke des PCs. In diesem Fall heißt unser gewünschtes Laufwerk „AudioDrive (E:)“.

auswahl-datentraeger

2. Schritt: Öffnet das Audio-Laufwerk per Doppelklick und klickt dort mit der rechten Maustaste in einen leeren Bereich.

3. Schritt: Klickt unter „Neu“ auf „Ordner“. Hierdurch wird ein neuer Ordner erstellt.

Erstellung eines neuen Ordners

4. Schritt: Tippt einen Namen in das Textfeld ein. Wir nennen den Ordner „Samplitude Projects“.

Benennen des neuen Ordners

Somit haben wir einen speziellen Ordner erstellt, in den wir unsere Samplitude-Projekte abspeichern können.

II. Einstellungen für ein neues Projekt

1. Schritt: Führt einen Doppelklick auf die Samplitude-Desktop-Verknüpfung aus.

Die Arbeitsoberfläche von Samplitude öffnet sich zusammen mit dem Startauswahl-Fenster.

2. Schritt: Für dieses Beispiel wählen wir „Neues Mehrspur-Projekt (VIP)“.

Auswahl eines neuen mehrspurigen Projekts

Nun öffnet sich das Dialogfenster „Einstellungen für neues Virtuelles Projekt“:

Name für das neue Projekt vergeben

3. Schritt: Gebt einen Namen für das Projekt in dieses Fenster ein. Wir nennen das Projekt „Getting Started“.

Es ist sinnvoll, dem Projekt einen aussagekräftigen Namen zu geben – auch wenn im Moment noch nicht gewiss ist, wie der Song endgültig heißen wird.

4. Schritt: Klickt auf das Ordnersymbol und navigiert zu unserem bereits erstellten Samplitude-Projektordner.

Hinweis: Gewöhnt euch an, einen neuen Ordner für jeden neuen Song bzw. für jedes Projekt zu erstellen. Darin werden dann alle Dateien, die zu diesem Song gehören, abgespeichert. Es empfiehlt sich, ein bestimmtes Laufwerk ausschließlich für diese Daten zu verwenden.

5. Schritt: Setzt bei „Neues Projekt-Unterverzeichnis anlegen“ ein Häkchen.

Dadurch wird für unser neues Projekt ein Unterverzeichnis unter dem zuvor festgelegten Dateipfad angelegt. Beim ersten Speichervorgang wird die Projektdatei (VIP) mit dem vordefinierten Namen in dieses Unterverzeichnis gespeichert.

6. Schritt: Als anfängliche Spuranzahl wählen wir „16“.

7. Schritt: Die Samplerate lassen wir bei 44.1 Hz und setzen die anfängliche Länge des Projekts auf fünf Minuten. Die voreingestellte Projektlänge wird beim Laden oder Aufnehmen automatisch angepasst.

8. Schritt: Für detailliertere Einstellungen klickt auf die Schaltfläche „Projektoptionen…“.

III. Projektoptionen

Übersicht über die Projektoptionen

1. Schritt: Aktiviert im Bereich „Raster/Gitter“ die Raster- und Gitteranzeige, indem ihr die entsprechenden Häkchen setzt.

2. Schritt: Für das Arbeiten an Songs empfehlen wir, das Raster auf „Taktraster“ und auch das Gitter auf „Takt/Beats“ zu setzen.

3. Schritt: Im Rasterbereich findet ihr ein Ausklappmenü, in demdie Rasterauflösung eingestellt werden können. Wir stellen den Wert zunächst auf 1/4.

4. Schritt: Der Takt unter Bar/BPM wird standardmäßig auf 4/4 gesetzt, die BPM auf 120. Diese Einstellungen könnt ihr natürlich jederzeit ändern – übrigens auch in der Transportkonsole (Tastaturkürzel: Strg + Umschalt + T).

Die übrigen Einstellungen lassen wir unverändert.

5. Schritt: Klickt auf „OK“, um die Projektoptionen zu verlassen.

6. Schritt: Schließlich klickt nochmals auf „OK“ im Dialogfenster „Einstellungen für neues Virtuelles Projekt“.

Somit haben wir ein neues, übersichtliches 16-Spur-Projekt angelegt, das von nun an gemäß den getroffenen Einstellungen geöffnet wird.

IV. Audioeinstellungen

1. Schritt: Drückt „Y“ auf der Tastatur, um die Audio-Einstellungen aufzurufen.

Übersicht über die Audioeinstellungen der Systemoptionen

2. Schritt: Setzt das Treibersystem auf „ASIO“. ASIO-Treiber ermöglicht das Arbeiten bei geringen Latenzen und Echtzeit-Monitoring von VST-Plug-ins und virtuellen Instrumenten.

3. Schritt: Wenn ihr die On-board-Soundkarte eures Rechners verwendet, probiert den „MAGIX Low Latency“-Treiber oder „ASIO4ALL“. Habt ihr hingegen ein(e) professionelle(s) Audiokarte/Audiointerface in eure System integriert, so stellt den dafür vorgesehenen Treiber ein. In diesem Beispiel verwenden wir eine Soundkarte der Firma „M-Audio“ – also wählen wir als ASIO-Treiber „M-Audio Delta ASIO“.

4. Schritt: Der ASIO-Puffer ist standardmäßig auf 512 gesetzt. Experimentiert mit diesem Wert, indem ihr diese Einstellung auf einen geringeren Wert setzen. Dazu klickt ihr auf die „Einstellungen“-Schaltfläche, um in die Bedienkonsole des Audiogeräts zu gelangen. Abhängig von der Leistung des Rechners, könnt ihr nun den ASIO-Puffer und somit die Antwortzeit verringern. Insbesondere für das Monitoring beim Einsingen oder Live-Einspielen von Instrumenten, sind möglichst niedrige Werte anzustreben, damit keine hörbaren Verzögerungen auftreten. Eine niedrigere ASIO-Puffereinstellung geht jedoch mit einer erhöhten Inanspruchnahme von Rechnerleistung einher. Die entsprechenden Ausgangs- und Eingangslatenzen werden stets angezeigt.

5. Schritt: Der VIP Objektpuffer gibt die Puffergröße für die interne Verarbeitung von Objekteffekten und Economy Spuren im Hybrid-Modus an. In allen anderen Monitoring-Modi bestimmt er ebenso die Puffergröße bei der Verarbeitung von Spureffekten. Mit kleinerer VIP Objektpuffergröße sinkt auch die Wiedergabeverzögerung (Latenz). Dabei kann es jedoch zur Überlastung des Prozessors kommen, was sich in Audioaussetzern äußert. Große Puffergrößen erhöhen zwar die Stabilität, aber auch die Latenz eures Systems. Im Feld darunter wird die resultierende Latenz für die jeweilige Puffereinstellung angezeigt.

Tip: Die VIP Objektpuffergröße sollte sich in der Regel im Bereich von 1024 Samples bis 8096 Samples bewegen.

Die VIP Objektpuffergröße muss mindestens so groß sein wie die ASIO-Puffergröße, beim Einsatz der Hybrid Engine sogar doppelt so groß.

6. Schritt: Device-Ansprache/Treiberkommunikation: Hier könnt ihr die Auswahl der Bitauflösung zur Ansprache von Audiogeräten treffen. Der voreingestellte Wert richtet sich nach der auf dem System installierten Soundkarte.

7. Schritt: Schiebt unter „Monitoring Einstellungen“ den Schieberegler ganz nach rechts. Die Hybrid Audio Engine ermöglicht Audio-Monitoring durch den kompletten Mixer und berechnet dabei auch Playback-Spuren im Mixer mit kurzer Latenz. So erhaltet ihr meist die besten Ergebnisse.

8. Schritt: Das Monitoring-Schaltverhalten setzen wir auf „Bandmaschinen-Monitoring“.

9. Schritt: Setzt nun noch ein Häkchen bei „Mix-Input und Playback“. Somit ist bei aktivierter Spur-Monitoring-Schaltfläche das Input-Signal auch bei laufendem Playback zu hören.

V. Audiogeräte

Hier konfiguriert ihr die Eingänge und Ausgänge des Audiogeräts.

Übersicht über die Einstellungen der Audiogeräte in den Systemoptionen

1. Schritt: Unter „Aufnahme“ könnt ihr die verfügbaren Eingänge des Soundkarte aktivieren. Lasst die Eingänge 1 bis 6 aktiv. So stehen euch 3 Stereo- oder 6 Monoeingänge zur Verfügung.

2. Schritt: Unter „Wiedergabe“ aktivieren wir Ausgang 1 + 2 für das Ausspielen der Stereosumme. Schaltet zusätzlich auch die Ausgänge 3 + 4 an, um darüber einen separaten Kopfhörermix auszuspielen.

3. Schritt: Ihr könnt die Ein- und Ausgänge auch umbenennen – klickt dazu einfach auf „Umbenennen“ und vergebt neue Namen.

4. Schritt: Diese Eingänge und Ausgänge sind auch über den Track Editor erreichbar.

Auswahl der Audiogeräte

VI. MIDI-Einstellungen

Als nächstes schauen wir uns die MIDI-Einstellungen an.

Einstellung von MIDI Instrumenten in den Systemoptionen

1. Schritt: Wir setzen das globale Aufnahmegerät bzw. das MIDI-Eingangsgerät auf Delta AP Midi. Das ist die Schnittstelle, an die ihr die MIDI-Klaviatur anschließen werdet.

2. Schritt: Nun stellen wir das globale Abspielgerät bzw. das MIDI-Ausgangsgerät ebenfalls auf Delta AP Midi.

3. Schritt: Am Besten ist es, wenn ihr den „Microsoft GS Wavetable Synth“ deaktiviert, um unerwünschte Signalübertragungen während einer MIDI-Aufnahme zu vermeiden.

4. Schritt: Unter „Audio-/MIDI-Synchronisation“ setzen wir „Synch.Durchgriff“ auf 100%, um eine möglichst enge Anpassung von MIDI- und Audiospuren zu erzielen.

5. Schritt: Ihr solltet außerdem „Note On Chasing“ aktivieren. Diese Einstellung bewirkt, dass gehaltene MIDI-Noten auch dann abgespielt und damit hörbar werden, wenn diese im Arrangement bereits vor dem Beginn der aktuellen Wiedergabe eurer Note-On-Befehl empfangen haben.

VII. VST-Plug-in-Pfad und ReWire

Wenn ihr VST-Plug-ins verwendet, ist es wichtig, den VST-Plug-in Pfad einstellen:

1. Schritt: Wechselt zum Reiter „Effekte“ und wählt „VST/DirectX/ReWire“ aus.

VST Einstellungen

2. Schritt: Klicken Sie zum Bestimmen Ihres VST-Ordners auf das Ordnersymbol und wählen Sie „VST Ordner auswählen…“.

Weg zur Auswahl der VST PlugIns

3. Schritt: Browst nun zum VST-Plug-in-Ordner und klickt dann „OK“.

Ordnerstruktur der VST PlugIns

4. Schritt: Sobald einen Pfad für die VST-Plug-ins eingegeben wurde, klickt im VST-Setup-Dialog auf „OK“. <Programmname> durchsucht nun den entsprechenden Ordner nach VST-Plug-ins. Ihr seht den Scan-Prozess im unteren Bereich. Das Scannen kann beim ersten Mal einige Minuten in Anspruch nehmen, je nachdem, wie viele VST-Plug-ins ihr habt.

5. Schritt: Wenn ihr mehr als einen Plug-in-Ordner habt, navigiert zu allen weiteren und wiederholen jeweils den Scan-Prozess. Somit werden alle VST-Plug-in-Pfade gespeichert.

6. Schritt: Aktiviert nun noch die „ReWire“-Funktionalität.

Aktivieren der ReWire

VIII. Projekt als Vorlage speichern

Sobald ihr alle Einstellungen getroffen habt, solltet ihr das VIP als Vorlage abspeichern. Diese Vorlage könnt ihr dann jedesmal aufrufen, wenn ihr ein neues Projekt beginnt.

1. Schritt: Geht auf „Datei > Projekt als Vorlage speichern…“.

Übersicht der Template Auswahl

2. Schritt: Der Datei-Browser sollte bereits den richtigen Ordner für Vorlagen – „Templates“ – öffnen. Ihr müsst der Vorlage nur noch einen Namen geben.

3. Schritt: Klickt auf „OK“, um die Vorlage unter diesem Namen zu speichern.

4. Schritt: Wenn ihr jetzt ein neues VIP aufsetzt (Tastaturkürzel: „E“), erscheint wieder das Setup-Fenster.

Übersicht über die Einstellungen für ein neues virtuelles Projekt

5. Schritt: Nun klicken wir auf das Ausklappmenü für Projektvorlagen und entdecken unsere Vorlage „Getting Started“ in der Liste der Projektvorlagen.

Auswahl des Starts

6. Schritt: Schließlich bestimmen wir noch den Dateipfad und tippen den Namen des Projekts ein, und schon wird ein neues Projekt mit „Getting Started“ als Vorlage angelegt.

Benennung der produzierten Tracks

Natürlich könnt ihr „Getting Started“ jederzeit anpassen und die Vorlage dann problemlos erneut abspeichern. Legt, je nach Art des Projekts, Vorlagen mit verschiedenen Setups an.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Anlegen eurer Projekte in Samplitude!

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