
1080p, 720p, 25p, 480p und 50p – wer soll bei diesen ganzen Zahlen noch den Überblick bei der AVCHD-Bearbeitung behalten? Ist 1080p nicht besser als 50p? Das wäre im ersten Augenblick naheliegend, aber – um eines vorweg zu nehmen – diese beiden Kennzahlen haben nicht die gleiche Bedeutung, auch wenn sie nahezu identisch wirken. In meinem Tutorial erkläre ich euch, was es mit dem geheimisvollen “p” auf sich hat und zeige euch, wie ihr AVCHD-Dateien nativ in 50p im Videobearbeitungsprogramm MAGIX Video deluxe 17 bearbeiten und exportieren könnt.
Das P-mal-p der AVCHD-Bearbeitung
Das “p”, das man oft hinter Zahlen in der Videobearbeitung entdeckt steht für “progressiv” und bedeutet, dass es sich bei dem vorliegenden Bildmaterial um echte Vollbilder handelt. Vollbilder werden als ganzes auf dem Bildschirm angezeigt, ohne Zeile pro Zeile neu aufgebaut zu werden, das heißt ein ganzes Bild wird sofort aus allen Bildpunkten gleichzeitig zusammengesetzt und dargestellt – auf ein Vollbild folgt direkt das nächste. Vorteil: Umso mehr pro Sekunde angezeigt werden, desto weniger “verwischt” ein Video bei Bewegungen.
1080p, 720p und 480p bedeuten aber nicht, dass pro Sekunde 1080, 720, oder 480 Vollbilder vom Bildschirm angezeigt werden, sondern bei diesen Kennzahlen definiert die Zahl vor dem “p” die vertikale Bildpunkteanzahl. Bei 1080p handelt es sich also um ein Videosignal mit 1920×1080 Bildpunkten und einer Darstellung mit Vollbildern. Bei 25p oder 50p gibt die Zahl jedoch die Bilder pro Sekunde an – 25p bedeutet somit, dass 25 Vollbilder pro Sekunde über den Bildschirm wandern. Der wesentliche Unterschied ist also: Zahlen weit über 100 vor dem “p” stehen für die Auflösung des Bildmaterials, Zahlen unter 100 für die Bilder pro Sekunde, auch FPS (Frames per second) genannt. Ein Film kann also mit der Auflösung 1080p und der Bildrate 25p vorliegen.
1080p-Videoaufnahmen mit 50p sind heute das Beste, was man bei der AVCHD-Bearbeitung besitzen kann. Besonders gut lassen sich mit diesem Material Zeitlupen erstellen, da die Videos bei halber Geschwindigkeit immer noch 25 Vollbilder die Sekunde liefern. Doch das Problem ist, dass viele Videobearbeitungsprogramme diese Formate zwar lesen können, aber bei der Bearbeitung und Ausgabe die Videos verändern, so dass am Ende zwar ein fertiges Video vorliegt, dieses aber qualitativ minderwertiger ist als vorher. Mit MAGIX Video deluxe 17 können diese Formate direkt in 50p bearbeitet und ausgegeben werden:
Importieren
Mit dem neuen AVCHD-Import-Assistenten lassen sich die 50p-AVCHD-Dateien kinderleicht importieren.
Einfach die gewünschten Clips markieren und importieren (zu finden oben in der Menüleiste unter “Aufgaben”).
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Bearbeiten
Die importierten AVCHD-Dateien werden genauso bearbeitet wie alle anderen Videos auch. MAGIX Video deluxe 17 lässt das Videoformat beim Bearbeiten unangetastet und arbeitet durchgängig mit 50 FPS weiter.
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Exportieren
Wenn das Video fertig ist, muss es exportiert werden und damit es nachher noch genauso gut aussieht und 50 Vollbilder die Sekunde anzeigt, gehen wir wie folgt vor: In der Menüleiste auf Datei klicken und “Film exportieren” wählen – als Ausgabeformat MPEG-4, kurz MP4, wählen. Nun gibt es in dem neuen Fenster ein paar Voreinstellungen zum Auswählen:
“HDTV 1920×1080 H264 50 FPS” ist die Einstellung, die benötigt wird. Standardgemäß ist eine Datenrate von 16.000 kbit/s für dieses Format vorgesehen. Wer jedoch mehr einstellen möchte, kann dies über die erweiterten Einstellungen tun. Zum Schluss nur noch den Ordner angeben, in dem das Video gespeichert werden soll und exportieren – fertig ist der Full HD 50p Film – und das genauso einfach wie normale AVCHD-Bearbeitung.









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