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Interview: Mit über achtzig Held aller Kinder – Faszinosum Micky Maus

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Das ist keine Ente: Die Zeitschrift Micky-Maus gibt es seit über 50 Jahren in Deutschland (Copyright: Disney)

Seit Jahrzehnten ist es ein Höhepunkt für jeden Steppke, wenn das neue Micky Maus-Heft im Kiosk da ist. In Deutschland gibt es die Zeitschrift Micky-Maus bereits seit 1951, ihr Filmdebüt hatte die lustige Maus bereits 1928 im Film “Steamboat Willie. Doch auch noch im Zeitalter der Digital Natives hat der nunmehr ältere Herr nichts von seinem Faszinosum verloren.

Um das Phänomen “Micky Maus” und den Gründen dafür geht es im folgenden Interview mit Kai Reininghaus, verantwortlicher Redakteur des Micky Maus- Magazins.

Wie schafft es die Figur Micky Maus seit Jahrzehnten, Kinder für sich zu begeistern? Eigentlich ist die Maus mit den großen Ohren doch eine relativ brave, fast farblose Persönlichkeit.

In der Tat haftet Micky ein wenig der Ruf des „braven Strebers“ an. Trotzdem hat er natürlich auch seine anderen Seiten, wenn er als Abenteurer bspw. mit Goofy unterwegs ist, oder in der Entenhausener Unterwelt aufräumt. Gerade in den vergangenen Jahren hat sich Micky als Figur ständig entwickelt. Auf Überraschungen sollte man da gefasst sein. Und dann steht Micky ja vor allem für das Tor zu einer fantastischen Welt mit einer Unmenge an Charakteren.

Stammen eigentlich alle Micky-Maus-Geschichten aus den USA?

Nein, alle unsere aktuellen Geschichten kommen aus Europa – größtenteils aus Spanien, aber auch Italien und dem skandinavischen Raum. Mit William van Horn und seinem Sohn Noel sind momentan auch zwei Zeichner aus den USA im Portfolio.

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Seit Jahren im Auftrag der Maus: Micky Maus-Redakteur Kai Reininghaus

Micky Maus ist ja nicht nur ein Comic, sondern eine richtige Kinderzeitschrift. Was können die Leser außer den Geschichten aus Entenhausen noch im Heft entdecken?

Aus dem Comicheftchen in der Vergangenheit ist ein echtes Magazin für Kinder geworden – übrigens, das einzige wöchentliche Kids-Magazin. Prall gefüllt mit allen Bereichen, die angesagt sind: Filme, Games, Sport und Events. Aber genauso gut finden auch ernstere Themen sowie Tier- und Umweltschutz eine Plattform. Eine ausgewogene Mischung, die vor allem eine große Portion Spaß beinhaltet.


Wie kommt es, dass sich im Zeitalter der „Digital Natives“ Kinder noch eine Papierzeitschrift im Kiosk kaufen, obwohl es durch Konsole, PC und Internet sehr viel Zerstreuungsmöglichkeiten gibt?

Das ist ohne Zweifel eine große Herausforderung. Die Zeitintervalle, die den Kids heute durch die immense Flut an Unterhaltung zur Verfügung stehen, werden immer enger. Hier setzen wir auf Inhalte und vor allem Qualität. Unsere Entenhausenwelt bietet einen einzigartigen und vor allem überschaubaren Kosmos an, in den die Kinder eintauchen können. Solche Plätze des bewussten Rückzuges sind – gerade bei der Fülle an Informationen und Eindrücken denen Kinder heute ausgesetzt sind – von großer Bedeutung.

Ein wichtiger Kaufgrund für Micky Maus sind sicherlich auch die Gimmicks. Seit wann sind diese in der Zeitschrift enthalten und nach welchen Kriterien sucht ihr die aus?

Das Gimmick – oder Extra, wie es bei uns heißt, ist seit den 80iger Jahren zum festen Bestandteil des Magazinkonzeptes geworden. Hier liegt der kurzweilige Spielspaß im Vordergrund. Das kann, wie bei unseren Abenteuer- oder Spionextras, eine Welt sein, in die die Kinder eintauchen können, das kann aber auch ein schräges Scherzextra sein – dazwischen liegt eine große Spanne die es immerhin 52-mal im Jahr auszufüllen gilt. Alle unsere Extras unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle und hohen Sicherheitsauflagen.

Zwei wichtige Mitleser des Micky-Maus-Heftes habe ich noch vergessen: Die Eltern. Wie hoch ist der Anteil an Erwachsenen an der Leserschaft. Gibt es ein paar Leute, die ihr Abo seit der Kindheit haben?

Natürlich haben wir einen ansehnlichen Teil an reiferen Fans mit großer Sammlung, da sind wir sehr stolz darauf, gerade wenn sich ein treuer Leser der ersten Stunde meldet. Das Micky Maus-Magazin ist in all den Jahren zu einer traditionellen Marke geworden, ohne angestaubt zu wirken. Denn damals wie heute sind unsere Kernzielgruppe die Kids zwischen 6 und 12 Jahren. Und dass vor allem die Mütter begeistert sind, weil ihre Kinder mit uns lesen lernen, freut uns natürlich auch.

Vielen Dank für das Gespräch.