News, Stories & Inspiration zu unserer Multimedia-Software

Kinopremiere für Brickfilm: Interview mit Mario Baumgartner #1

brickfilm sponsored by magix videoschnitt plakat 212x300 Kinopremiere für Brickfilm: Interview mit Mario Baumgartner #1

Kinopremiere für den Harry-Potter-Brickfilm: Kinoreife Effekte und Videoschnitt für den Big Screen

Die kleinen Lego-Figuren sind reif für die große Leinwand. Das dachte sich jedenfalls Brickfilmer Mario Baumgartner und nahm sich vor, einen Lego-Animationsfilm in einem echten Kino zu zeigen. Er produzierte ein kleines Meisterwerk mit allem, was zu einem Hollywoodstreifen gehört: Bombastische Special-Effects, dramatische Musik und Sprechrollen. Hier noch von einem Trailer zu sprechen, ist bei diesem Mini-Blockbuster untertrieben. Am 5. April 2011 wird “Harry Potter and the Deathly Hallows” Teil 2 in den Lindenhof-Lichtspielen in Wildeshausen in der Brickfilm-Version zu sehen sein. Im Interview erzählt Legofilm-Zauberer Mario, wie er diese Mammutaufgabe gemeistert hat.

Kleine Figuren für die große Leinwand: Mario Baumgartner verrät seine Tricks für Effekte und Videoschnitt…

Gesponsert wird diese Kinopremiere übrigens von uns, die wir softwareseitig mit Zutaten zum Videoschnitt und zum Musik-Erstellen bestückt haben. In Teil 1 des Interviews erzählt Mario, wie er die bombastischen Effekte erzielt hat.

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum 7.2 Trailer. Die Arbeit hat sich gelohnt, aber wieviele Stunden hast du an diesem Film gearbeitet?

Danke schön!

In Stunden kann man das einfach nicht mehr rechnen. Sechs Monate gingen in dieses Projekt – Freizeit wohlgemerkt, denn ich bin ja „ganz normal“ berufstätig. Und so wanderte jede freie Minute in dieses Projekt. Ich schaue kein TV, kein Fußball und gehe nur selten am Wochenende aus – das ist eben die Zeit, die ich dafür „opfere“. Obwohl, „opfern“ hieße, man müsste schmerzlich etwas aufgeben. Das stimmt hier aber nicht. Ich hätte zum Beispiel keine Lust, ständig wechselnde Fußball-Tabellen auswendig zu lernen.

Sämtliche Effekte wirken ja sehr aufwändig. Hat dir hierbei jemand geholfen? Worauf hat er geachtet?

Wenn sie aufwändig wirken nur deshalb, weil sie wirklich aufwändig waren. Einzelne Szenen haben aus über 15 Ebenen/Layern bestanden. Da den Überblick zu behalten, kann stressig werden.

In der Tat habe ich mir bei diesem letzten Teil helfen lassen. Ich wollte tricktechnisch alles das aufbieten, was nur irgendwie möglich ist. Ein befreundeter Brickfilmer – Piet Wenzel – hat dann für mich die 3D-Sequenzen animiert, da ich mich überhaupt nicht mit “3D“ auskenne.

Allein hierfür gingen Stunden an Telefongesprächen ins Land, denn das, was Piet erschaffen musste, existierte ja nicht „real“. Ich musste also die Sets und Kamerafahrten beschreiben, eben alles das, „was ich sehe“ ihm vermitteln, so dass Piet es bei sich am PC umsetzen konnte.

Problematisch war hier die Beleuchtung, denn das Licht der CGI-Sequenzen (CGI = Computer Generated Imagery, also 3D-Grafik) musste unbedingt an das meiner Real-Sequenzen angepasst sein. Nur so entsteht dann die „perfekte Sequenz“, gemischt aus digitalen und realen Legosteinen.

Vor Jahren habe ich eine Umschulung zum Mediengestalter im Digital- und Printbereich absolviert, so kann ich zum Glück mit Grafikprogrammen umgehen. Trotzdem ist die Welt „Audio/Video“ eine ganz andere, hier habe ich eben heute aus dem Hobby heraus lernen müssen wie man im „Film“ die Bildgestaltung erreicht.

Schon auf Youtube wirkt der Kurzfilm wie fürs Kino gemacht. Doch mit welchen Mitteln hast du es geschafft, den Film besonders kinomäßig wirken zu lassen?

Ich beschäftige mich ja schon sein Jahren mit dem Thema „Film“. Auf einer DVD schaue ich z.B. immer zuerst das Making-Of. So konnte ich hier sehr viel lernen und in den vorherigen Trailern „üben“.

Da die Figuren nur bedingt Emotionen vermitteln können, muss eben alles andere, was „Gefühle“ wecken kann, extremer herausgearbeitet werden. Denn „kinomäßig“ ist ja nur ein Gefühl – und das alleine können Plastikfiguren kaum vermitteln.

So fängt es schon beim Format an: Ohne 16:9 geht heute gar nichts mehr.

Die Story muss gut in Szene gesetzt werden, die Phrasen/Texte müssen episch sein – genau so wie die Musik, denn die ist nun einmal Gefühlsträger Nummer eins.

Gepaart mit Sound-Effekten der Explosionen, Schnitt und Kamerafahrten, ergibt sich dann ein „Kino-Effekt“.

Teil 2 mit Wissenswertem u.a. zum Thema “Nachvertonung” folgt in wenigen Tagen

Wer mehr wissen möchte über die Entstehung des Kino-Werks, schaue sich hier das Making-of an:

  • Wattenscheid

    Man muss schon ein wenig “verrückt” sein, oder? Das, was der macht ist ja schon auf einem Level, welches über dem eines Amateur steht. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen daß der das alleine macht.