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Google+ als Marketingkanal für Musiker ?

Google +, das neue soziale Netzwerk von Google, das sich momentan noch in einer quasi Closed Beta Phase befindet, ist in aller Munde. Bis heute ist die Resonanz zum größten Teil positiv. Doch ich möchte einmal untersuchen inwiefern Google+ außerhalb der generellen Vernetzung von Menschen als Promotion-Plattform für Musiker und Leute, die Musik machen geeignet ist.

Musiker sind eine der begehrtesten Zielgruppen für Social Network Plattformen. Sie sind kreativ, holen aktiv Nutzer in das Netzwerk und werten die Plattform emotional auf. Quasi eine Win-Win-Situation. Denn genauso braucht der Musiker Plattformen, um seine Musik, Konzert-Termine und News mit einer großen Menge an potentiellen Fans zu teilen. Zudem muss er die Möglichkeit haben, aus einem großen Pool an Menschen den ein oder anderen Fan zu gewinnen.

Momentan gibt es zwei Social-Media-Plattformen, die so gut wie jeder gute Musiker bedient. Den Giganten Facebook (mittlerweile fast 750Mio User) und den Oldie Myspace . Ob Google+ Myspace ablösen kann, bzw. eine Art ergänzendes Medium für Musiker werden kann, möchte ich hier einmal untersuchen.

Allgemein zu Google+

Google Plus hat einen rasanten Aufstieg erlebt. Seit dem Beta-Start haben sich schätzungsweise knapp zehn Millionen User auf der neuen Plattform angemeldet. Doch ist der anfängliche Hype schon wieder abgeflacht und der Traffic scheint schon wieder zu sinken. Es bleibt also zu überlegen, ob es sich aufgrund der vielleicht doch noch sehr geringen Reichweite für Musiker lohnt sich dort zu engagieren. Andererseits könnte man sich gerade als Early Bird auf Google+ schnell Gehör verschaffen.

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Google+ Circles

Google+ unterscheidet sich in seinen Funktionalitäten grundsätzlich nicht großartig von denen auf Facebook . Allein die Fokussierung dieser ist eine andere. Google+’ zentrales kommunikatives Unterscheidungsmerkmal sind die sogenannten “Circles”. Man ordnet seine Kontakte dort hinein. Somit ist nicht jeder Kontakt gleich auch Freund, sondern kann z.B. auch “Arbeitskollege” sein. Hieraus ergeben sich aus meiner Sicht ganz neue Möglichkeiten für Musiker und andere Künstler.

Der Künstler kann seine Fans in spezielle Gruppen unterteilen. Sei es geographisch oder nach Alter , er kann dann viel gezielter kommunizieren. Hinzu kommt, dass er  beispielsweise “VIP Circles” anlegen kann, die er nur für besondere Fans bereithält und auf dem er sehr spezielle Sachen kommuniziert. Um einen Platz in einem dieser Cirlcles zu bekommen, muss der Fan beispielsweise etwas Besonderes für den Künstler tun. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – als Marketing-Tool sehr sinnvoll.

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Google+ API

Leider ist die Google+ API, eine Schnittstelle, die es  Softwareentwicklern erlaubt Anwendungen für G+ zu schreiben, bis zum heutigen Zeitpunkt noch immer nicht fertig gestellt und soll nach Angaben von Google selbst noch Monate auf sich warten lassen. Ohne API ist Google+ zum jetzigen Zeitpunkt relativ unspektakulär. Bis auf Google eigene Services wie z.B. Youtube Videos ( und das noch nichtmal automatisch) lässt sich auf Google+ kein externer Service integrieren. Synergieeffekte sind somit ausgebremst und das einbetten und direkte Abspielen eines auf Soundcloud gehosteten Tracks bislang nur über eine einfache Verlinkung gelöst. Ohne API ist Google+ für die breite Masse und somit auch für Menschen die Musik machen oder Künstler vermarkten wollen uninteressant. Auch für uns bleibt Google+ damit unzugänglich, um z.B. im Music Maker MX einen direkte Google+ Upload Möglichkeit zu integrieren. Für Facebook, Youtube und Soundcloud ist das ja bereits ohne Weiteres aus dem MusicMaker machbar.

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Google+ Pages

Viel einschneidender als das Fehlen der API ist, dass es momentan auf Google+ noch keine Pages bzw. Unternehmens- oder Künstlerseiten gibt. Legt man sich ein einfaches Profil mit seinem Künstlernamen an, wird dieses von Google direkt gelöscht. Es gibt allerdings Anzeichen, dass es nicht mehr lange dauert bis Google+ genauso wie Facebook Künstlerseiten anbietet. Man sollte also seine Augen offen halten, um direkt als erster mit dabei zu sein.

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Design

Jetzt meine rein subjektive Meinung, die ich bezüglich des Designs und der User Experience auf Google+ habe. Ich halte Google+ zu aufgeräumt und emotionslos. Als Basis für ein doch sehr emotionales Thema wie Musik machen, bzw. Musik generell, eigentlich ein eher schlechtes Umfeld. Besonders, weil die Selbstdarstellung für eine Musiker und Künstler besonders wichtig ist. Google+ schafft hier keine Möglichkeiten sich in irgendeiner Form abzuheben, sondern setzt eher auf effiziente Nutzung durch klare Strukturen.

Google+ ist verglichen mit Myspace eine Zahnarztpraxis. Selbst Facebook schafft durch die freie Gestaltbarkeit der Pages per <iframe> und FBML einen kreativen Spielplatz. Ich kann Google+ in diesem Zusammenhang nur raten das ähnlich zu lösen, wenn man Musiker und Künstler auf seine Seite ziehen möchte.

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Fazit

Zum momentanen Zeitpunkt macht der Versuch sich als Musik-Schaffender über Google+ zu vermarkten noch wenig Sinn, bzw. ist noch gar nicht richtig möglich. Man sollte aber trotzdem die Entwicklung von Google+ im Auge behalten und spätestens bei Release der Page-Funktionaliät seinen Namen sichern. Wenn dann noch die Google+ API schick wird, könnte Google durch die “Circles” ein echt interessanter Vermarktungskanal werden, vorausgesetzt die Nutzerzahl steigt noch drastisch an, aber das geht Hand in Hand, denke ich.

Wer mit Google+ anfangen will, dem empfehle ich das eBook  “Google+ for dummies

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