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MIDI-Reihe – Teil 1: Was ist MIDI?

MIDI-Reihe – Teil 1: Was ist MIDI?

Wer sich mit Musikproduktion auseinandersetzt, wird zwangsläufig früher oder später auf den Fachbegriff MIDI stoßen. Da Jargon nicht selbsterklärend ist, möchten wir eine kleine Reihe starten, die sich mit dem Thema „Arbeiten mit MIDI“ befasst.

Im ersten Teil werden wir euch erläutern, was MIDI ist und wie es funktioniert. So könnt ihr dann auch bei der nächsten Gelegenheit mit den anderen Musikliebhabern fachsimpeln und mitreden!

Was ist eigentlich MIDI?

MIDI ist ein Datenprotokoll, das ausschließlich Steuersignale und keine Audioinhalte (keine Wellenform) beinhaltet. MIDI steht für „Musical Instrument Digital Interface“ und ermöglicht die Kommunikation zwischen verschiedenen digitalen Musikinstrumenten, Computern und Controllern. Fast jeder Synthesizer, jedes Effektgerät oder jeder Controller besitzt eine MIDI-Schnittstelle, die mit einem 5-poligen Kabel verbunden werden kann.

Das am meisten verwendete MIDI-Instrument ist das MIDI-Keyboard (auch Masterkeyboard genannt). Wenn auf dem Masterkeyboard eine Taste gedrückt wird, werden über das MIDI-Protokoll Informationen über die Noten und Anschlagsstärken erzeugt und an einen Klangerzeuger übertragen. Dieser verwertet das Signal und spielt die jeweilige Note mit der entsprechenden Anschlagsstärke.

Steuersignale sind z.B. „Taste gedrückt“ (Note On) oder „Taste losgelassen“ (Note Off). Klangerzeuger können dabei externe Synthesizer oder virtuelle Synthesizer sein.

Ein weiteres, oft verwendetes MIDI-Gerät ist der MIDI-Controller. Über einen MIDI-Controller werden keine Noten eingespielt, sondern über Drehknöpfe und Schalter einzelne Parameter geändert. Das können z.B. Effekt-Parameter oder Programmfunktionen, wie das Ändern der Spurlautstärke, sein.

Jedes MIDI-Modul hat grundsätzlich mindestens einen MIDI-Eingang („MIDI In“) und einen MIDI-Ausgang („MIDI Out“). Somit lässt sich ein Verbund aus mehreren MIDI-Modulen erstellen. Die Schnittstelle zwischen dem Computer und einem MIDI-fähigen Instrument ist das MIDI-Interface (externe Hardware). Das MIDI-Interface verbindet mehrere Module miteinander und routet und verarbeitet eingehende Steuersignale. Andere Anschlussmöglichkeiten für MIDI-Instrumente sind Soundkarten mit eingebautem MIDI-Anschluss oder ganz einfach die USB-Schnittstelle.

Ein bisschen Geschichte

Das MIDI-Protokoll wurde bereits 1983 eingeführt und fand erst viele Jahre später seine Bedeutung. Viele Musiker sehen aufgrund der Limitierung von maximal 127 Befehlen mit jeweils 127 Werten das Protokoll als veraltet an. Bisher hat sich aber noch keine andere Technologie durchsetzen und MIDI verdrängen können.

Was sind die Vorteile von MIDI?

  • MIDI-Dateien benötigen viel weniger Speicherplatz als Audiodateien.
  • MIDI-Dateien können an ein beliebiges Tempo (BPM) abgepasst werden, ohne dass der Klang darunter leidet.
  • MIDI-Dateien können problemlos auf andere Tonhöhen transponiert werden. Dadurch kann z.B. eine eingespielte Melodie um mehrere Oktaven versetzt werden, ohne dass die Melodie neu eingespielt werden muss.
  • MIDI-Dateien können für unterschiedliche Instrumente eingesetzt werden, die die in den MIDI-Dateien enthaltenen Noten mit ihren jeweiligen Klängen abspielen.

Im zweiten Teil unserer MIDI-Reihe werden wir euch erläutern, wie ihr die richtige Verkabelung und Einstellungen in der DAW vornehmt, um MIDI aufzunehmen.

Ladet euch doch die Testversion von Music Maker herunter! Dort könnt ihr direkt mit der MIDI-Bearbeitung loslegen!

Autor

Basti ist seit Frühling 2015 bei MAGIX und arbeitet im Social Media Team mit Fokus auf Frankreich. Er studiert Musik und Medien und schreibt momentan seine Bachelor-Arbeit über die Ursprünge des Hip-Hop. Wenn er nicht gerade am „socialmedialisieren“ für MAGIX ist, liebt er es Klavier zu spielen und zu tanzen.

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