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Musik remixen mit MAGIX

Musik remixen mit MAGIX

Die meisten verbinden mit der Idee vom Remixen vor allem Musik aus den 1980er Jahren, als HipHop-Künstler damit anfingen, alte Funk-Platten zu remixen und die Breaks, Beats und Hooks zu sampeln. Das Remixen gibt es tatsächlich aber schon länger. Man könnte sogar argumentieren, dass es das Remixen als Idee schon immer gab – ganz gleich, welches Medium dafür genutzt wurde. Sobald eine gute Idee draußen ist, gibt es immer Menschen, die diese absorbieren und vielfältig interpretieren. Erst seitdem die Technologie es ermöglicht, direkte Kopien zu machen, wird das Remixen in Zusammenhang mit dem Sampeln innerhalb des gleichen Mediums wahrgenommen – also Musik sampeln, um so mehr Musik zu machen. Wenn wir uns auf die Musik konzentrieren, dann ist das Sampeln Teil einer Evolution. Beethoven entleiht bei Mozart, Jimi Hendrix kopiert die Gitarrenstile der alten Blues-Meister, De La Soul sampelt James Brown und Dubstep-Produzenten verwursten Loops, Sounds und Ideen des Reggae, Techno sowie Drum‘n‘Bass. Für mich ist der wichtigste Aspekt des Remixen die Verschmelzung von Ideen. Natürlich ist es wichtig, Urheberrechte dabei zu respektieren und Anerkennung sowie, wenn nötig, Bezahlung denen zukommen zu lassen, die gesampelt wurden. In diesem Artikel wollen wir uns ein paar Tricks beim Remixen genauen angucken.

Gute Werkzeuge erleichtern die Arbeit

Eine der guten Dinge beim Remixen ist, dass es eine Menge Werkzeuge gibt, die einem zur Verfügung stehen. Im MAGIX Music Maker helfen beim Einstieg eine ganze Reihe von Funktionen wie beispielsweise der Remix Agent (RA). Mit diesem spart man wirklich Zeit. Beim Einbinden verschiedener Audio-Quellen und Tracks in das Arrangement hilft der RA dabei, das Tempo und die Taktart herauszufinden.Während elektronische Musik meist ein konstantes Tempo hält und dieses einfach herauszufinden ist, sind live-gespielte Stücke eine ganz andere Geschichte. Bevor es Werkzeuge wie den RA gab, war es eine sehr schwierige Aufgabe, mit solchem Material zu arbeiten. Es war nicht nur schwierig, sondern auch sehr zeitaufwendig, frustrierend und von Natur aus unkreativ. Glücklicherweise sind diese Zeiten vorbei, denn RA kalkuliert das Tempo des zu importierenden Audiomaterials automatisch und passt entweder das Tempo des Arrangements oder das des hinzugefügten Audio-Materials an. So ein Werkzeug hilft dabei, sich allein auf die kreativen Dinge zu konzentrieren.

Cut-Up, Mash-Up

Nachdem der RA verwendet wurde, ist es klar, dass das Arrangement jetzt das richtige Timing hat und das hilft euch dabei, erstaunliche Grooves und Remixes zu machen. Jetzt wollen wir ein wenig Abwechslung einbauen. Der berühmte amerikanische Schriftsteller William S. Burroughs erfand eine sehr bekannte Mix-Technik, die so genannte Cut-Up-Technik. Er zerschnitt Wörter und Sätze, die auf Papier gedruckt waren, um sie dann neu anzuordnen und neue Sätze mit neuer Bedeutung zu erschaffen. Wir können etwas ganz ähnliches mit dem Music Maker und dem in ihm integrierten Remix Maker (RM) machen. Nachdem ihr den RA benutzt habt und das Tempo jetzt angepasst ist, könnt ihr den RM nutzen, um das Audio-Material neu anzuordnen und ihr könnt sogar noch vorher reinhören, bevor ihr den Effekt anwendet – ein instant Cut-Up! Ihr könnt hier an vielen Variablen schrauben – nicht allein im produzierten Resultat, sondern auch in verschiedenen angebotenen Variationen. Diese können eher still oder dramatisch, zufällig oder gesteuert sein und können sogar mehrfach auf das gleiche Material angewandt werden. Das tolle an dieser Technik ist, dass sie schnell Variationen produziert und diese in Kombinationen ordnet, auf die du selbst häufig gar nicht kommst. Verwendet das auf kurze oder lange Abschnitte und erschafft damit einen dynamischen Aufbau und mehr Spannung in euren Titeln.

Nachdem ihr euren Content mit den Werkzeugen des Music Makers bearbeitet habt, solltet ihr bereits auf einem guten Weg sein, um einen tollen Remix zu erschaffen. Jetzt könnt per Hand noch einige Abschnitte bearbeiten, um dem Arrangement etwas mehr Form zu geben. Um dem Projekt zusätzlich Würze zu verpassen, solltet ihr euch nochmal den Loop-Designer anschauen, um ein paar originelle Beats und Grooves zu kreieren. Last but not least solltet ihr natürlich die Kunst des Remixens intensiver studieren. Hört euch die Klassiker an und lernt von ihnen. Wie bereits eingangs erwähnt, geht es hierbei nicht allein um Musik. Werft einen Blick auf Remixe aus anderen Medien und anderen künstlerischen Bereichen. So bleibt ihr inspiriert, um originelle und spannende Produktionen zu erschaffen.

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