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Rob Vegas: Was gehört zum guten Ton?

Rob Vegas: Was gehört zum guten Ton?

robvegas teil3 Rob Vegas: Was gehört zum guten Ton?

Sie besitzen bereits einen tollen Camcorder? Haben sich den Luxus eines Stativs gegönnt und wollen nun dank einem schnellen Rechner zum Videomogul aufsteigen? So schnell geht es leider nicht. Viele Nutzer investieren horrende Summen in die Kamera und den Computer. Das Equipment muss gut aufeinander abgestimmt sein und darf ruhig Kosten verursachen. Woran man spart? Am Ton.

Tolle Kamera, schneller 4-Core Rechner und dann ein mieser Ton. Nichts ist schlimmer in einem Video als mieser Ton. Sie können sich gern die mies gefilmten Camrips von neuen Hollywoodfilmen illegal im Netz ansehen, aber dazu auch noch den verschandelten Ton hören müssen? Horror.

Alles steht und fällt mit dem Ton. Hier kann man weitaus mehr Geld lassen als bei der Kamera. Da gibt es wahre Luxusgüter unter den Mikrofonen. Für jeden Anlass zudem ein passendes Gerät. Sie wollen eine Moderation vor einer Wand aufnehmen? Da braucht es schon ein Lavaliermikrofon. Im Freien dagegen wird man Probleme mit dem Wind bekommen. Ein Interview aufnehmen? Ohne die Party im Hintergrund? Schon müssen wir zwei Mikrofone irgendwo anschließen. Angeln wir den Ton? Oder versuchen wir die Worte mit einem Richtmikrofon einzufangen?

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Alleine über den Ton beim Film wurden Bücher geschrieben. Ich will Ihnen aber hier ein paar wichtige Grundkenntnisse an die Hand geben. Sie benötigen für guten Ton meist einen XLR-Anschluss am Gerät. Die meisten professionellen Mikros geben über diesen Kabelanschluss das Signal raus.

Billige Camcorder dagegen bieten nur den Eingang über Klinke. Schon hat man ein Problem. Nun gibt es Adapter und lauter frickelige Möglichkeiten, doch meist lohnt der Kauf eines eigenen Recorders. Für ca. 200 Euro erhält man so ein Gerät mit meist zwei XLR-Eingängen. Mikros dran, SD-Karte und Batterien ein und schon kann man mit lauter Mikros und diesem Standard den Ton mitschneiden. Es wirkt Wunder. Der ist dann aber nicht auf der Aufnahme in der Kamera!? Genau. Er liegt in einer eigenen Datei. Wie bekomme ich denn dann diese Tonspur synchron zu meinem Video? Viele Programme bieten dafür heute eine automatische Synchronisation. Unbedingt notwendig ist dieser Automatismus aber nicht. Vor allem kann sich die Software auch einmal irren. Was einfacher ist? Die alte Filmklappe. Oder zwei klatschbare Hände. Einmal in die Hände geklatscht und sie haben auf beiden Tonspuren diesen markanten Knall. An dieser Stelle geht es los und dürfte ab sofort synchron sein.

Vor allem aber können sie die mitgeschnittene Tonspur vielleicht auch noch in einem Audioprogramm verbessern? Oft hallen die Räume und ein paar Filter machen das Hörerlebnis für den Zuschauer weitaus angenehmer. Sie können einen tollen Film produzieren. Einen Blockbuster mit Special Effects und waghalsigen 3D-Stunts. Am Ende gewinnen sie den Zuschauer aber immer nur über das Ohr. Denken Sie bitte daran und investieren Sie auch ruhig in guten Ton.

Ihr

Rob Vegas