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Tonbearbeitung für YouTube-Videos

Tonbearbeitung für YouTube-Videos

Zu viel Hall, schwer zu verstehende Stimmaufnahmen und zu viel Technik im Blickfang nehmen den Spaß beim Zuschauen von YouTube-Videos. Videos wirken mit etwas Audiobearbeitung nicht nur hochwertiger, sondern sind auch für den Zuschauer ansprechender. Deswegen möchten wir euch in diesem Artikel zeigen, mit welchen kleinen Kniffen ihr Ton und Stimmaufnahmen mit MAGIX Audio & Music Lab Premium verbessern könnt und worauf ihr bei der Toninstallation, also z.B. der Positionierung eures Mikrofons vor der Aufnahme, achten solltet. Um mit euren selbst produzierten Videos auf YouTube durchzustarten, braucht ihr natürlich auch das passende Equipment. In diesem Artikel findet ihr einige Basics zu diesem Thema.

Die Optik

(Auf den ersten Blick) hat das Visuelle mit dem Ton nicht viel zu tun. Dennoch spielt die Optik in Bezug auf die Toninstallation eine wichtige Rolle. Es sollte vermieden werden, dass Mikrofon-Vorverstärker, Mischpulte oder ein Kabelsalat im Bild zu sehen sind. Dies sieht nicht nur unschön aus, sondern wirkt auch unprofessionell.

Mikrofone sind immer seltener in Fernseh-Shows und bei YouTubern zu sehen. Einerseits werden sie immer kleiner, sodass sie kaum sichtbar sind, und andererseits lässt sich durch geschickte Positionierung innerhalb des Raumes, die Technik gut verstecken.

Eine Ausnahme ist der Faktor Authentizität. Wenn ihr z.B. Videos für den Gaming-Bereich macht, wirkt es durchaus „echter“, wenn ihr ein Headset aufhabt. Hier suggeriert ihr dem Zuschauer direkt bei der Gamingsession dabei zu sein. Hier könnt ihr auch tricksen, indem ihr das Headset zwar aufsetzt, jedoch nicht das integrierte Mikrofon für die Aufnahme, sondern ein separates verstecktes Mikrofon nutzt. Die Tonqualität eurer Aufnahme verbessert sich dadurch merklich!

Die Toninstallation

Es ist empfehlenswert, komplett auf Mikrofone im Bildausschnitt zu verzichten. Der Vorteil besteht hierbei darin, dass ihr beispielsweise bei Tutorials freier agieren könnt, ohne das Kabel ständig verschieben zu müssen oder euch darin zu verheddern. Ihr könnt natürlich auch die beliebten Funk-Ansteck-Mikrofone – wie in Fernseh-Talkshows üblich – benutzen und diese am Oberteil anbringen. Nachteil ist, dass diese nicht immer sehr günstig sind. Außerdem sind sie bei stärkeren Bewegungen anfällig für unangenehme Raspel-Geräusche (durch die Reibung des T-Shirts/Pullovers am Mikrofon).

Eine Option ist, ein Richtmikrofon (Shotgun microphone) hinter der Kamera mit der „Spitze“ auf euch zeigend auszurichten. Dieses nimmt aufgrund seiner Richtcharakteristik hauptsächlich frontal eintreffenden Schall auf. Eine Alternative ist das klassische Mikrofon mit Kugelcharakteristik. Dieses könnt ihr z.B. unterhalb des Tisches platzieren, sodass es für den Zuschauer nicht sichtbar ist. Ob ihr zu einem Richtmikrofon oder Mikrofon mit Kugelcharakteristik greift, sollte von dem Zweck abhängen. Mit dem Zweiteren, seid ihr eindeutig flexibler und könnt euch im Bild freier bewegen. Dafür werden aber auch von der Seite kommende Geräusche aufgenommen, die das Richtmikrofon wiederum nicht wahrnehmen würde.

Eine Übersicht über Mikrofontypen und Richtcharakteristika, findet ihr in diesem Artikel.

Tonbearbeitung

Um das Ausmaß der Postproduktion so gering wie möglich zu halten, kann diesem im Vornherein mit einigen Maßnahmen entgegen gewirkt werden. Je besser das Ausgangsmaterial ist, desto leichter lässt es sich im Nachhinein auch bearbeiten. Das Pegeln ist elementar, um Übersteuerungen zu vermeiden. Macht euch klar, welche die lauteste Stelle während der Audioaufnahme sein wird. Wenn ihr also zum Beispiel Passagen in eurer Performance habt, in denen ihr schreit, solltet ihr das Mikrofon so einpegeln, dass das Audiosignal des Schreiens nicht übersteuert. Versucht auch Explosiv- und Zischlaute nicht zu sehr zu betonen, da diese häufig beim Anhören des aufgenommenen Audiosignals unangenehm herausstechen.

Wenn die Aufnahme beendet ist und ihr in eurem Videobearbeitungsprogramm das Material durchgeht und bemerkt, dass dennoch einige Tonaufnahmen nicht ganz rund und sauber klingen, dann ist dies noch kein Grund, alles zu löschen und von vorne anzufangen. Mit wenigen Schritten könnt ihr mit Audiobearbeitungsprogrammen, wie Audio & Music Lab Premium, Störgeräusche bearbeiten.

Hier eine kleine Übersicht mit verschiedenen Funktionen, die für die Tonbearbeitung mit Audio & Music Lab Premium nützlich sind:

DeClicker/DeCrackler

Entfernt in erster Linie einzeln verteilte Knack- und Klickgeräusche.

DeNoiser

Entfernt länger anhaltende Störgeräusche wie Netzbrummen, Kamerageräusche oder stärkeres Rauschen.

DeHisser

Entfernt schwaches und gleichmäßiges Rauschen. Der DeHisser ist auch zum Entfernen gleichmäßigen Rauschens von Mikrofon-Vorverstärkern oder AD-Wandlern geeignet.

DeEsser

Mit dem DeEsser können übermäßig laute „S“-Laute aus Sprachaufnahmen gemindert werden.

DeClipper

Entfernt Verzerrungen von übersteuerten Aufnahmen.

eFX Gate

Mit diesem Effekt kann gezielt Pausenrauschen unterdrückt werden.

eFX Vocal Strip

Eignet sich für die Optimierung von Sprachaufnahmen.

Energizer

Eine Aufnahme wirkt frischer, lebendiger und natürlicher.

Dank praktischer Voreinstellungen in Audio & Music Lab Premium könnt ihr eure Tonaufnahmen im Handumdrehen optimieren. Holt euch doch hier die kostenlose 30-Tage-Testversion und überzeugt euch selbst.

Autor

Basti ist seit Frühling 2015 bei MAGIX und arbeitet im Social Media Team mit Fokus auf Frankreich. Er studiert Musik und Medien und schreibt momentan seine Bachelor-Arbeit über die Ursprünge des Hip-Hop. Wenn er nicht gerade am „socialmedialisieren“ für MAGIX ist, liebt er es Klavier zu spielen und zu tanzen.

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