Daniel ist 21 Jahre alt und realisiert seit 1999 (!) eigene Filmprojekte. Als großer MAGIX-Fan wollte er unbedingt auch einmal am #VideoFriday teilnehmen und Voilà, heute dreht sich alles um Daniel Birkholz und seinen Film “Reasons”.
Im Interview verriet er uns, dass er im Moment versucht sein Hobby zum Beruf zu machen: “Ich bewerbe mich gerade auf diversen Film- und Kunsthochschulen und versuche mein Ziel weiterhin zu verfolgen, realisiere aber nebenbei auch private, kleinere Filmprojekte (z.B. auf meinem Comedy-Youtubechannel “ThatFunnyTree”).”
Seinen letzten Spielfilm, den Mystery-Thriller “Reasons” könnt ihr heute bei uns bestaunen. Zum Inhalt sei soviel gesagt: Ein junger Mann wacht eines Morgens ohne Erinnerungen in einem verwüsteten Klassenraum auf. Auf dem Schulgelände und in der Stadt ist keine Menschenseele zu sehen. Er macht sich auf und versucht herauszufinden, was geschehen ist…
Das komplette Interview mit Daniel Birkholz:
Du arbeitest mit MAGIX Video deluxe, wie bist du zu diesem Produkt gekommen und wie zufrieden bist du damit?
Mit MAGIX Video deluxe habe ich, dank einer Projektwoche meiner Schule, das erste Mal im Jahr 2005 gearbeitet. Es ist wirklich einfach zu bedienen und bietet die wichtigsten Funktionen für den Videoschnitt. Gerade Einsteigern kann ich MAGIX Video deluxe nur empfehlen.
Wie lang produzierst du schon Amateurfilme und was war der ausschlaggebende Impuls, der dich dazu getrieben hat?
Schon in meiner frühen Kindheit war ich vom Filmemachen fasziniert und hab mit einer ausgeliehenen Kamera kleine Filmchen gedreht. Mit neun Jahren habe ich mir von meinem Ersparten den ersten eigenen Camcorder gekauft und immer wieder mit Freunden kleine Filme auf die Beine gestellt. Mit 14 Jahren fing ich an, an meinem ersten Spielfilm zu arbeiten. Drei Jahre dauerte die Produktion bis zur Fertigstellung. Aus heutiger Sicht ist das totaler Trash, aber wir hatten eine Menge Spaß und ich habe viel lernen können. Seitdem drehe ich regelmäßig Filme aller Art. Von Spiel- und Kurzfilmen, zu Musikvideos, Konzertmitschnitten und kleinen Comedyclips für Youtube. Durch konstruktive Kritik von anderen Filmemachern kann man sich stetig verbessern und natürlich lernt man während einer Produktion aus seinen Fehlern und kann sie beim nächsten Mal vermeiden. Momentan versuche ich mein Hobby zum Beruf zu machen. Gebt Acht, ihr werdet auch in Zukunft nicht von meinen Filmen verschont bleiben!
Wie viel Arbeit steckt hinter solch einer “Minifilm”-Produktion, wie lang braucht ihr und welchen Aufwand betreibt ihr dabei?
Das kommt immer ganz auf das Projekt an. Mein erster Spielfilm aus 2004 hat deswegen so lange gedauert, da die Darsteller nicht immer Zeit hatten und es sich oft als schwierig erwies, regelmäßig die ganze Truppe für einen Dreh zusammenzutrommeln. Damals habe ich auch viel Zeit in die Erstellung von Kostümen und Sets (u.a. eine Miniaturstadt aus Karton im Stil japanischer Riesenmonsterfilme) gesteckt und die “Effekte”, falls man das so nennen kann, entstanden in mühevoller Kleinarbeit an einem recht langsamen PC. Dabei hatte ich noch die merkwürdige Methode, Blitze und Laserstrahlen Frame pro Frame in einem Bildbearbeitungsprogramm einzuzeichnen, anschließend die Einzelbilder als gif Datei zusammenzufügen und anschließend wieder in meine Projektdatei zu importieren. Das war eine verrückte Fummelarbeit, die oft ganz schön an den Nerven gezerrt hat. In späteren Projekten hatte ich es etwas einfacher, da ich mich vom Genre Fantasy/SciFi entfernt habe und an sich weniger Arbeit in Effekte, Kostüme und Kulissen gesteckt werden musste. Bei einem Kurzfilm von 20 Minuten fallen dann unterschiedlich zwei bis fünf Drehtage an. Oft muss man noch ein paar Nachdrehs hinterherschieben, wenn man mit dem Material unzufrieden ist. Anschließend folgt eine längere Postproduktionsphase, die sich auch schon mal über mehrere Monate hinziehen kann. Immer ganz danach, wie viel Freizeit man gerade hat.
Hast du noch ein paar Tipps für andere Hobbyfilmer?
Das Wichtigste ist wirklich, nicht immer nur davon zu reden, sondern den Arsch hochzukriegen und einfach Filme zu drehen! Egal wie schlecht das Endprodukt am Ende aussieht, man lernt beim Filmemachen an sich ne ganze Menge und kann darauf aufbauen. Ein wenig Theorie zu Kameraführung, Bildgestaltung, Dramaturgie und Drehbuch schadet keinesfalls. Besonders um häufigen Anfängerfehlern schon mal vorzubeugen. Letztendlich muss man sich aber einfach daran versuchen und sehen was dabei rauskommt. Zum Glück gibt es heutzutage eine Menge Internetforen zu diesem Thema, in denen man seine Projekte vorstellen kann und von anderen Filmern eine Menge Tipps für den nächsten Film bekommt. Zusätzlich findet man auch immer nette Menschen, die einem ihre Hilfe für die Erstellung von Effekten anbieten und sogar begabte Jungkomponisten, die Spaß daran haben, Filmmusik für Amateurproduktionen zu schreiben. Man muss sich einfach trauen. Also schappt euch eine Kamera, trommelt eure Freunde zusammen und macht einfach Filme!







