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videofriday 05 #VideoFriday – Selon Entertainment

Narziss, Euryale und Tantalos sind Figuren der griechischen Mythologie, die zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Epen auftreten und sich nie begegnen. Allen drei ist gemein, dass sie in irgendeiner Form gefangen gehalten werden:
Narziss ist dazu verdonnert, in sein eigenes Spiegelbild verliebt zu sein, sich aber gleichzeitig nie näher zu kommen. Euryale ist eine der Medusenschwestern und belohnt paradoxerweise diejenigen, die ihr keine Beachtung schenken. Tantalos ist einer der drei größten Sünder der griechischen Mythologie. Seine Bestrafung besteht darin, nicht essen und trinken zu können, aber trotzdem am Leben zu bleiben.

Das Ziel der drei Gestalten ist die Befreiung bzw. Loslösung von ihrem gefangenen Ich, einem Moment, der sich „Ego Exitus“ nennt. Doch was passiert, wenn man alle Figuren zusammen an einen Tisch setzt? Der Plott klingt interessant und ist es auch bis zur letzten Minute.

Selon Fischer (21) weiß genau, wie man Filme auf surrealer Ebene in Szene setzt. „EGO: Exitus“ zieht uns in eine unwirkliche und traumhafte Welt, inszeniert durch eigens komponierte Musik und einer guten Kameraführung.

Interview mit Selon F.

Wie lang produzierst du schon Amateurfilme und warum?
Meine ersten kleinen Filmchen habe ich mit Freunden schon im Jahr 2004 gebastelt, allerdings von Filmen mit Handlungen kann man erst seit 2007 sprechen. 2008 war ich dann Set-Runner und Kleindarsteller bei einer Kinoproduktion, die hoffentlich in diesem Jahr veröffentlicht wird und habe richtig Blut geleckt. Kurz danach habe ich mich im Amateurfilm-Forum angemeldet und seitdem bestimmt dieses Hobby einen Großteil meines Lebens…

Du arbeitest mit MAGIX Software, wie kam es dazu?
Ich habe früher für meine Band einige Demobänder abgeschmischt und habe ein günstiges aber trotzdem umfangreiches Musikprogramm gesucht. Meine Wahl fiel auf den MAGIX Music Maker. Irgendwann habe ich gemerkt, dass das Programm ebenso Filmdateien wiedergeben und exportieren kann. Also habe ich meine ersten Filme damit geschnitten, stieß aber bald an die Grenzen. Also habe ich mir MAGIX Video deluxe gekauft, was super intuitiv zu bedienen war. Allerdings wurden meine eigenen Ansprüche höher und ich vermisste eine 3-Wege-Farbkorrektur.  In einer Videofachzeitschrift bin ich dann über einen Artikel über Video Pro X gestoßen. Mit Video Pro X bin ich jetzt super zufrieden: Es ist fix, umfangreich und – MAGIX-typisch- sehr intuitiv.

Wie viel Arbeit steckst du in deine “Minifilm“-Produktionen?
Für gewöhnlich stecke ich viel Arbeit in die Pre-Produktion und arbeite mir ziemlich genau aus, welche Einstellungsgrößen wann kommen. Allerdings sollte man immer ein Auge für Abweichungen haben und spontan sein. Der Dreh an sich ist nach max. 1-2 Tagen vorbei, die Post-Produktion dauert dann aber schon mal bis zu einen Monat. Da muss der Schnitt gemacht werden, ein Komponist die Musik schreiben, die Farben angepasst, die Sounds eingefügt werden, usw. Viel Arbeit also.

Hast du zum Schluss noch ein paar Tipps für andere Hobbyfilmer?
Sucht euch Mitstreiter. Über ganz Deutschland verteilt leben überaus fähige 3D-Modeller, Animatoren, Cutter und vorallem Musiker, die für lau oder einer minimalen Aufwandsentschädigung richtig tolle Dinge zaubern können, die fernab des Amateurbereiches liegen.