
Eine letzte Chance für Selon Fischer? Nein, im Gegenteil, auch dieses Jahr darf Selon wieder im VideoFriday beweisen, wie gut er Filme inszenieren kann. Schon im letzten Jahr überzeugte er die Leser mit seinem Kurzfilm „EGO: Exitus“ und auch sein neuer Film „Eine letzte Chance“ weiß zu überzeugen.
„Etwas muss sich ändern, findet der Vater. Das große Thema Alkoholsucht steht im Raum. Der Sohn hört schweigend zu, der Ausgang ist durchaus ungewiss.“
Selon hat den Film mit unsererem Videobearbeitungsprogramm MAGIX Video Deluxe bearbeitet. Was ihr von seinem Film haltet, würden wir wie immer gern in den Kommentaren erfahren, und nun „Kamera, Licht und Action!“
Selon Fischer – Eine letzte Chance
Selon Fischer im Interview:
1. Erst in der Zeitung, dann bei uns im MAGIX Magazin und jetzt auch noch Preisträger beim FILMthuer 2011 – im vergangenen Jahr hast du wirklich für Aufsehen gesorgt. Wie denkst du, wird es jetzt mit dir und deinen Filmen weitergehen? Hast du schon neue Projekte in Planung?
Die letzte Zeit war wirklich sehr aufregend und erfolgreich für mich. “EGO: Exitus” hat es mittlerweile sogar bis zum Bundesfilmfestival FantEx geschafft und dort Silber bekommen. Auch wenn ich den Film wirklich mag, so bin ich doch von seinem Erfolg sehr überrascht. Gleichen Erfolg wünsche ich mir natürlich auch für “Eine letzte Chance”, den Siegerfilm des Landesfilmfestivals Thüringen FILMthuer 2011. Der Film ist auf einem Bundesfilmfestival SPIELFILM am 21.Mai gelaufen. Die Konkurrenz ist extrem stark, ich bin sehr gespannt, wie es laufen wird. Diese Erfolge motivieren enorm, ich werde weiterhin mit viel Energie Filme machen. Gerade habe ich zwei Projekte für die Universität Erfurt abgeschlossen. Einen thematischen Kurzfilm zum zweiten Album von Metallica und einen viralen Spot für Carl Zeiss. Aktuell arbeite ich an einem kurzen Animationsfilm, für den ich nur noch zwei Sequenzen brauche. Ich werde mich also nicht auf meinen Lorbeeren ausruhen, sondern auch weiterhin fleißig sein.
2. Deine Filme sind kurz, dafür hinterlassen sie aber jedes Mal einen bleibenden Eindruck und versuchen zum Denken anzuregen. Worauf achtest du bei deiner Themenauswahl und woher nimmst du deine Ideen?
Ich will Geschichten erzählen und wenn meine Geschichte nicht sofort nach dem Abspann vergessen ist, bin ich schon zufrieden. Gute Geschichten lauern überall, man muss sie nur erkennen. Am Ende kann man jeden Film auf Liebe, Macht und die Dilemma-Situation des Helden reduzieren – und doch sind noch längst nicht alle Geschichten zu diesen Themen erzählt. In meinem gerade in Arbeit befindlichen Animationsfilm geht es um Liebe und ein folgenschweres Missverständnis. “Eine letzte Chance” dagegen thematisiert die Alkoholsucht. Der Vater redet, der Sohn hört schweigend zu.
Inspiration für solche Geschichten liefert mir das Leben. Ich sammele diese Erlebnisse, kombiniere sie und füge etwas „Was wäre, wenn?“ hinzu. Wenn aus diesem Gemisch dann eine Geschichte wird, die unterhält und vielleicht sogar zum Nachdenken anregt, bin ich glücklich.
3. Vom Hobbyfilmer auf den Olymp – was ist das für ein Gefühl, wenn man merkt, dass die eigenen Filme immer größeres Publikum erreichen und immer mehr Leute einen kennen?
Bis ich den Göttern Spielberg, Lucas und dem Gott der Zerstörung, Emmerich, die Hand schütteln kann, ist es noch ein unendlich weiter Weg. Natürlich ist es toll, wenn man einen gewissen Ruf in der Gemeinschaft der Amateurfilmer hat, Lob oder sogar Aufträge per e-Mail bekommt oder wenn man von Kommilitonen an der Uni angesprochen wird, die über einen bestimmten Kurzfilm reden möchten. Aber im Grunde genommen ändert sich nicht viel. Es ist ja auch der Film, der im Kopf bleiben soll und nicht der Kopf dahinter – zumal es ja meist mehrere Köpfe sind, die an einem Kurzfilm arbeiten. Ich bin immer noch derselbe Amateurfilmer wie am Anfang, der sich über jeden einzelnen Zuschauer auf YouTube freut. Und auch wenn ich mittlerweile einige Erfahrungen sammeln konnte, so bin ich mit jeder Veröffentlichung eines neuen Kurzfilms aufs Neue tierisch aufgeregt.
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